Ehrenamt-Preis | Die Nominierten

Die Nominierten für den “Ehrenamt-Preis von Radio Essen” für die Leistungen der Jahre 2012-2014 sind:

“Garden of Arts”-Festival-Team aus Frohnhausen

Foto: Elke Brochhagen, Stadtbildstelle

Sie sind jung und stellen im sogenannten Ground Zero Jugendzentrum in Frohnhausen bereits zum dritten Mal ein ganz besonderes Musik- und Kunstfestival auf die Beine: das Festival Garden of Arts (GOA). Bei diesem Festival tummeln sich jedes Jahr an zwei Tagen rund 25 verschiedene Bands und Künstler auf je einer Indoor- und Outdoorbühne. Junge Bands, Singer und Songwriter, Poetry Slamer und Künstler stellen ihre neuen CDs vor, junge Autoren lesen aus ihren Büchern, Theatergruppen aus Essen und der näheren Umgebung stellen bei diesem Festival ihre Kunst unter Beweis und zeigen zugleich die künstlerische Vielfalt junger Menschen aus der Region. Damit ist das GOA-Festival in Essen einzigartig. Die Organisation und Durchführung des Festivals liegt vollständig in ehrenamtlichen Händen, die Anzahl der Helfer steigt mit jedem Jahr. Alle Helferinnen und Helfer bemühen sich, das gesamte Gelände für Besucher so attraktiv wie möglich zu gestalten. Im vergangenen Jahr wurde beispielsweise eine Spray Aktion zum Thema “Strukturwandel in Essen” durchgeführt, bei der der Hauswand des Jugendzentrums ein neuer Look verpasst wurde. Dazu gab es auf dem Außengelände ein Lagerfeuer, um das sich Künstler, Besucher und Ehrenamtliche versammelten. Besonders wichtig ist es den Festival-Organisatoren, jugendliche Besucher des Jugendzentrums Ground Zero für jugendkulturelles Engagement zu begeistern und für diese Aktion Nachwuchs zu gewinnen. Die Botschaft: Alle können bei uns mitmachen und sind willkommen. So kommen beim GOA-Festival vier Generationen zusammen und damit unterschiedlichste kulturelle und künstlerische Aktivitäten. Das ist es, was das Festival zu etwas Besonderem macht. Die Akteure und Besucher sind auf keine spezielle Szene begrenzt und auch beim Alter gibt es kein Limit.

 

Cedrik Pelka aus Kray – Jahrgang 1997

Foto: Elke Brochhagen, Stadtbildstelle

Im Sommer 2013 nahm Cedrik an dem internationalen Musikeraustausch “Una Rock” teil, den die evangelische Jugend ins Leben gerufen hatte. Zwölf Musikerinnen und Musiker aus Essen und dem Krayer Jugendhaus gingen in Dubica (Bosnien) auf eine Art Minitournee. In achtzehn Tagen absolvierten sie vier Auftritte und das in vier verschiedenen Städten in Deutschland und Bosnien. Cedrik übernahm ehrenamtlich eine Aufgabe im Planungs- und Organisationsteam, wo er zum Beispiel den Ablauf und die Auftritte der Musiker koordinierte. Des Weiteren übernahm er die Öffentlichkeitsarbeit und vereinbarte Interviewtermine. Schon seit mehreren Jahren begleitet er die Entwicklung des Jugendhauses “O.C.UNA” in Dubica. Mit seiner selbst verfassten Zeitung (“Gecko-Zeitung”), mit der er Menschen über das Jugendhaus “UNA” und dessen finanzielle Lage aufklärt, und seiner Mithilfe bei Benefizkonzerten oder an anderen Veranstaltungen seiner Gemeinde, sammelt Cedrik seit 2009 Spenden für das Jugendhaus. Bereits seit 2007 ist er im evangelischen Kinder- und Jugendhaus GECKO tätig. Er gestaltet und organisiert gemeindliche Jugendgottesdienste, hilft bei der Planung von Ausflügen und Veranstaltungen des Jugendhauses, sowie Großveranstaltungen im Stadtteil mit. So begleitet er seit Jahren die Ferienaktion des Jugendhauses “Urlaub ohne Koffer”. Seit 2013 ist er Delegierter des Jugendhauses für die Jugendversammlung der evangelischen Jugend Essen und leitet gemeinsam mit einem Pädagogen eine Jugendgruppe. Auch in der Schule engagiert sich Cedrik seit mehreren Jahren in verschiedenen Bereichen. Seit vier Jahren ist er Mitglied der Schülervertretung und wurde vor einem Jahr zum Schülersprecher gewählt worden. Auch wurde Cedrik mehrfach zum Klassensprecher gewählt und er engagiert sich seit mehreren Jahren als Schulsanitäter. Im Rahmen des offenen Ganztages gibt er zudem Nachhilfeunterricht und hilft bei der Hausaufgabenbetreuung mit. Neben der Schule und neben seinem Engagement für das Jugendhaus engagiert er sich seit 2007 als Fußball-Schiedsrichter und als Messdiener. Er ist Autor verschiedener Berichte für den Gemeindebrief und arbeitet an Beiträgen für die samstägliche Jugendsendung in einer Radio-Jugendredaktion mit.

 

Anna Schein aus Frillendorf – Jahrgang 1993

Foto: privat

Wenn man Anna nach ihren besonderen Leistungen fragt, bekommt man eine Antwort, die die Selbstverständlichkeit mit der sich die 20-Jährige engagiert, auf den Punkt bringt: “Ehrenamt ist für mich einfach ein Bestandteil meines Lebens und ich verbringe gerne meine Zeit damit!”, sagt sie. Die Deutsche mit russischen Wurzeln ist in zahlreichen Projekten aktiv gewesen: Ob als Jurymitglied beispielsweise beim Schreibwettbewerb “Straßenzeile 3 und 4″, als Dolmetscherin bei einem Ukraine-Austausch, bei Aktivitäten der UNICEF, der freiwilligen Mitarbeit in einem Kindergarten: Anna macht wenig Aufheben um ihr Engagement. Dabei ist sie nicht nur als Vorstandsmitglied der Arbeiter Samariter-Jugend Deutschland aktiv, sondern auch seit 2011 Vorstandsmitglied der Arbeiter-Samariter-Jugend Ruhr. Durch ihre frühere Tätigkeit als Kinder- und Jugendgruppenleiterin hat sie den Arbeitskreis Gruppenarbeit auf Bundesjugendebene und den Arbeitskreis Bildung übernommen. Dort schreibt sie mit vier weiteren Mitstreitern ein “Survival Handbuch für Gruppenleiter”, das schnelle Unterstützung zur Bewältigung der Gruppenstunden bieten soll. Ebenfalls beschäftigt sie sich im Arbeitskreis Bildung mit dem Seminarangebot der Arbeiter-Samariter-Jugend Deutschland. Im Bundesausschuss des Arbeiter Samariterbundes vertritt sie die Interessen der Kinder und Jugendlichen. Hierdurch ist sie das Bindeglied zwischen Bundesjugend und der Jugend vor Ort. In dieser Eigenschaft rief sie den Prozess der Zukunftsentwicklung der Arbeiter-Samariter-Jugend ins Leben und engagiert sich dort als Hauptkoordinatorin. Inklusion ist für Anna ein wichtiges Thema, da sie der Meinung ist, dass der Inklusionsgedanke noch nicht in der Mitte unserer Gesellschaft angekommen ist.

 

Michelle Tran aus Rüttenscheid – Jahrgang 1997

Foto: Elke Brochhagen, Stadtbildstelle

Helfen ist ihr eine Herzensangelegenheit – unter diesem Motto versucht die 17-jährige Abiturientin die Welt ein Stückchen besser zu machen. Ngoc Quynh Nhu Michelle Tran – der Einfachheit halber Michelle Tran – ist das Kind vietnamesischer Eltern, die ihre Heimat aufgrund des Krieges in den 1970er Jahren verlassen hatten. Michelle ist in Deutschland geboren und aufgewachsen. Mit sieben Jahren wurde sie Mitglied in der Schwimmabteilung des Polizeisportvereins Essen und entwickelte sich schnell zu einer guten Schwimmerin, sodass sie Mitglied der Wettkampfmannschaft wurde. Heute engagiert sie sich als Helferin in der Nichtschwimmer-Abteilung und leitet, nachdem sie mehrere Fortbildungsmaßnahmen absolvierte, eine eigene Kindergruppe. Hierbei ist ihr klar geworden, dass ihr die Arbeit mit den Kindern viel bedeutet. Deshalb möchte sie sich in der Zeit zwischen Abitur und Studium im Friedensdorf Oberhausen engagieren und dort Kindern aus aller Welt helfend zur Seite stehen. Ihr Berufswunsch ist es Kindermedizin zu studieren um später einmal für “Ärzte ohne Grenzen” zu arbeiten. Um sich diesen Wunsch zu erfüllen, bemüht sie sich um gute Schulnoten. Zusätzlich engagiert sie sich im Abiball- und Zeugnisvergabe-Komitee. Jeweils zu Weihnachten 2013 und 2014 verteilte Michelle Kaffee und Kuchen an Obdachlose. Schnell bemerkte sie, dass viele Gleichaltrige ebenfalls anderen helfen möchten, aber nicht recht wissen, wie sie dies tun können. Um mehr Menschen hierzu Gelegenheit zu geben, möchte sie nun über facebook eine Hilfsorganisation starten, bei der jeder mitmachen kann.

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