Die Gewinner

Jennifer Krieger
Schüler-Preis der Interessengemeinschaft Essener Wirtschaft e.V.

Foto: Elke Brochhagen, Stadtbildstelle

Die Kategorie „beste Schüler“ ist eigentlich zu klein, für das, was die nominierten Schüler insgesamt geleistet haben, fand die Jury. Deshalb hat sie nicht einfach die Zeugnisnoten ausgewertet, denn die Lebensläufe zeigten, dass bei allen ein Plus an sozialem Engagement hinzu kam.

Alle Nominierten hätten – da war sich dir Jury einig – eine Auszeichnung verdient. Da es jedoch nur einen besten Schüler oder beste Schülerin geben kann, musste eine Entscheidung getroffen werden: Jennifer Krieger hatte die Jury damit beeindruckt, dass sie bereits an der Uni Bochum studiert, während sie ihr Abitur am Mädchengymnasium Borbeck macht. Sie ist eine moderne junge Frau, die ihre Leidenschaft für Naturwissenschaften lebt. Jennifer Krieger besucht derzeit Vorlesungen zur Neurobiologie. Interessiert sich besonders für “Nerven- und Sinnesphysiologie”. Zusätzlich nahm sie an Seminaren in Physik an der jungen Uni Bochum im Rahmen des Schülerstudiums teil.
Außerdem beschäftigte sie sich an deutscher Juniorakademie mit Forensik. Dabei sammelt

Jennifer Krieger Wissen in Uni-Vorlesungen, aber ihre eigene Haupt-Disziplin ist die Robotik. Sie entstand aus einer schulischen Arbeitsgemeinschaft und wurde eine erfolgreiche Robotik-Gruppe, mit der Jennifer Krieger als Programmiererin mehrere Deutsche Meister- und Weltmeister-Titel gewann. Sie gibt Wissen gerne und großzügig weiter: Gemeinsam mit einer Lehrerin leitet sie die Robotik-Gruppe der fünften und sechsten Klasse und führte sie 2014 erfolgreich durch den Wettbewerb der Landesinitiative Zukunft durch Innovation.NRW (Zdi)
Über die Arbeitswelt von morgen wird sich Jennifer Krieger keine Sorgen machen müssen. Sie ist im technischen Bereich bereits auf der Höhe der Zeit und wird vermutlich in Zukunft beruflich den Wandel der Arbeitswelt mitgestalten. Hierfür bringt sie die besten Voraussetzungen mit. Mit dem Schülerpreis wird mit Jennifer Krieger eine junge Frau ausgezeichnet, die über einen enormen technischen Verstand verfügt, die zielstrebig im Aneignen von Wissen ist und es großzügig mit anderen teilt. Sie ist selbstbewusst, agiert gleichzeitig bescheiden, kann sich selber zurücknehmen und bleibt dennoch unangepasst, so die Überzeugung der Jury.

 

Lisa Hünemeier
Ausbildungs-Preis der Interessengemeinschaft Essener Wirtschaft e.V.

Foto: Elke Brochhagen, Stadtbildstelle

Alle Nominierten haben Herausragendes geleistet. Sie sind über ihre Grenzen hinausgegangen – jeder auf seine Art, so die Überzeugung der Jury. Der Ausbildungs-Preis der Essener Wirtschaft stellt die besten Essener Auszubildenden in den Mittelpunkt. Denn junge leistungsbereite Menschen gehören ins Rampenlicht. Sie geben Zuversicht in die Zukunft der Stadtgesellschaft. Preis und Gala zeigen: Engagement lohnt sich. Sein Bestes zu geben lohnt sich! Genau das haben die Nominierten bewiesen.

Besonders beeindruckte die Jury die Geschichte von „Lisa Hünemeier“ Diese zeigt, dass nicht jede Erfolgsgeschichte spektakulär beginnen muss. Im Gegenteil. Lisa Hünemeier lernte direkt nach dem Abitur, dass man im Leben auch wissen muss, was man nicht kann. Denn nach der Hochschulreife begann sie das Studium des Grundschullehramts, das sie abbrach. Ein schwieriger Schritt, aus dem sie gelernt habe, wie wichtig es ist, sich auf das eigene Gefühl zu verlassen, sagt sie heute.
Danach hat sie mit vollem Einsatz eine duale Ausbildung zur Industriekauffrau gestartet und trotz der Verkürzung ihrer Ausbildung um ein Jahr mit der Note „sehr gut“ abgeschlossen. Nun wusste sie, was sie besonders gut kann und was zu ihr passt. Heute arbeitet sie Vollzeit in ihrem Ausbildungsbetrieb und strebt weiter nach vorne. Sie will neben der Arbeit ihr Abendstudium an der FOM vollenden. Zielstrebig möchte sie ihren Bachelor machen und danach ihren Master im Fernstudium.

Lisa Hünemeier ist auch in ihrer, derzeit wenigen, Freizeit ein Vorbild: Sie ist sehr engagiert, sympathisch, sehr erfolgreich und steht mit beiden Beinen fest auf dem Boden. Anderen zu helfen und die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen bereiten ihr viel Freude. So hat sie während ihrer Schulzeit viel Nachhilfe-Unterricht erteilt. Dazu macht sie anderen Mut, indem sie vermittelt, dass man „aus Fehlern lernen sollte und bei Misserfolgen nicht verzweifeln muss“. Sie kümmert sich um ihre Schwester, die 28 Jahre alt ist und mit mehrfachem Handicap lebt. Lisa Hünemeier spielt erfolgreich Tennis in der Bezirksliga. Gibt Kindern gerne Tennis-Training und betreut mit viel Freude die Kinder an den Spieltagen. Wenn es ihre Zeit zulässt, fährt sie als Betreuerin mit auf die Ferienfreizeiten.

 

Cedric Pelka
Ehrenamts-Preis von Radio Essen

Foto: Elke Brochhagen, Stadtbildstelle

In Essen sind viele Menschen ehrenamtlich engagiert, darum gehört die Kategorie „Ehrenamt“ zu Essens Beste, wie der Baldeneysee zu Essen. Alle Nominierten in dieser Kategorie sind durch ihr herausragendes Engagement aufgefallen. Deshalb fiel der Jury die Auswahl nicht leicht.

Beeindruckt hat die Jury, wie selbstverständlich das Ehrenamt zum Leben der Kandidaten gehört, wie Schule, Ausbildung, Studium, Freundeskreis entweder mit dem Ehrenamt verknüpft oder durch gutes Zeitmanagement organisiert werden. Deshalb legt sie besonderen Wert darauf, das Engagement aller Nominierten zu würdigen, denn sie leisten Großartiges in den unterschiedlichen Tätigkeitsfeldern und das macht sie alle für eine ganze Stadt zu Vorbildern.

Cedric Pelka überzeugte schließlich mit der Fülle und Vielseitigkeit seiner ehrenamtlichen Tätigkeiten: Cedrik leitet eine Jugendgruppe im Jugendhaus GECKO, dort organisiert er einen Jugendaustausch mit Musikern aus dem Partnerjugendhaus in Bosnien, obwohl er sagt er sei unmusikalisch. Er ist der Mann hinter den Kulissen und das Organisationstalent. Er sammelt Spenden und hat eine Zeitung ins Leben gerufen, in der er über das bosnische Jugendhaus berichtet, er macht die Öffentlichkeitsarbeit für den Jugendaustausch. Auch in der Kirche ist er aktiv. Hier gestaltet und organisiert er Jugendgottesdienste, ist Messdiener und schreibt Artikel für den Gemeindebrief. Seine besondere Leidenschaft gilt seinem Engagement als Fußball-Schiedsrichter bis in die Landesliga. Aber auch in der Schule setzt er sich für andere ein. Er wurde mehrfach zum Klassensprecher gewählt, ist seit vielen Jahren in der Schülervertretung und seit einem Jahr Schülersprecher.
Bei Radio Essen gestaltet er das Jugendradio mit und sammelt so erste Erfahrungen im Journalismus – den er einmal studieren will.

 

Sven Dirkmann
Kunst-Preis der Stiftung Mercator GmbH

Foto: Elke Brochhagen, Stadtbildstelle

Sich künstlerisch auszudrücken erfordert Mut, einen Teil von sich preiszugeben. Essens Beste würdigt diesen Mut in der Kategorie Kunst. So unterschiedlich wie Menschen sind, sind auch die Kandidaten in der Kategorie Kunst. Ob Musik, Malerei, Film oder Theater unsere Nominierten haben ein großes Talent. Alle nutzen ihr Talent, um auf unterschiedliche Weise Gutes zu tun und andere daran teilhaben zu lassen. Da die unterschiedlichen Kunstbereiche schwer zu vergleichen sind, fiel der Jury die Auswahl nicht leicht.
Letztendlich fiel die Wahl auf Sven Dirkmann, dessen Geschichte besonders die Jury besonders beeindruckte:
Sven Dirkmann konnte sein soziales Engagement in seiner Ausbildung und anschließender Tätigkeit als Erzieher ausleben. Aber er hegte lange Zeit einen Traum. Bis er sich entschloss, diesen Traum Wirklichkeit werden zu lassen:
Nämlich seine Liebe zur Kunst auszuleben und ein Kunststudium zu beginnen. Er nahm die Hürde der Aufnahmeprüfung an der Folkwang-Schule – obwohl er kein Abitur hatte.

Aber sein Talent wurde dort erkannt. Seine Projekte zeichnen sich vor allem durch Vielfältigkeit aus. Durch seine Experimentierfreudigkeit entstehen Werke aus den unterschiedlichsten Medien. Neben seinem Studium und seinen Kunstprojekten arbeitet Sven Dirkmann meist in sozialen Einrichtungen, da er finanziell unabhängig von Unterstützung sein will. Dabei öffnet ihm die Kunst besondere Möglichkeiten der Kommunikation mit benachteiligten oder erkrankten Kindern und Jugendlichen.
Die Jury hat Sven Dirkmann als sympathischen jungen Mann erlebt, der seine Träume verwirklicht, aber immer realistisch bleibt. Beeindruckt haben seine Fähigkeit der Selbstkritik und sein ausgeprägtes Bedürfnis, andere an Kunst heranzuführen. Für seine Pläne zu promovieren oder eine andere Möglichkeit zu finden Kunst zu lehren, wünschen wir ihm alles Gute.

 

Iman Ahmed Hassan
Sonder-Preis

Foto: Elke Brochhagen, Stadtbildstelle

Von Albert Schweitzer stammt der schöne Satz: „Das gute Beispiel ist nicht eine Möglichkeit, andere Menschen zu beeinflussen, es ist die einzige.“ Auf diese Weise Einfluss zu nehmen, ist auch das Ziel von „Essens Beste“ und liefert auch gleich eine Kategorie mit, in der gute Beispiele kaum unterschiedlicher ausfallen: den Sonderpreis. In dieser Kategorie lernte die Jury großartige Nominierte kennen, die trotz mancher Widrigkeit ihr Leben meistern – und war tief beeindruckt von den großartigen Lebensgeschichten vom Mut und der Kraft der Nominierten. Eine Nominierung hat die Jury indes besonders überzeugt: die von Iman Ahmed Hassan. Die junge Frau ist in Deutschland geboren, ihre Familie hat syrisch-libanesische Wurzeln. Ihre derzeitige Perspektive und die ihre Familie in Deutschland ist noch ungewiss. Trotz dieser schwierigen Lebensumstände lernte die Jury eine kraftvolle junge Frau kennen, die ihrem Leben energiegeladen und überaus positiv gegenüber steht. Sie engagiert sich an vielen Stellen ehrenamtlich, indem sie unter anderem in ihrem Stadtteil Altendorf als Dolmetscherin ausländischen Familien hilft, sich hier zurechtzufinden.

Ahmed Hassan weiß, wovon sie spricht. Die junge Frau ist
in Deutschland bestens integriert und vermag aufgrund dieser eigenen Erfahrungen zwischen den Kulturen ausgezeichnet zu vermitteln. Die Mädchenförderung in der muslimischen Gesellschaft ist ihr dabei ein besonderes Anliegen. Durch ihre Persönlichkeit hat sie viel Vertrauen bei Migranten-Familien erworben. Diese lassen die Mädchen mittlerweile an Ausflügen teilnehmen oder die Betreuungsgruppen besuchen, was in der muslimischen Gesellschaft keinesfalls selbstverständlich ist. Dies erfordert ein großes Maß an Einfühlungsvermögen und Überzeugungskraft – Ahmed Hassan kann mit beidem aufwarten. Für sie ist dieser Einsatz jedoch nichts Besonderes, sondern selbstverständlich. Diese Haltung sagt viel über die Preisträgerin aus: Sie „steht ihre Frau“ und das in vorbildlicher Weise. Deshalb ist sie – ganz im Sinne Albert Schweitzers – das gute Beispiel in der Kategorie Sonderpreis, so die Überzeugung der Jury.

 

Arifullah Jamal
Sport-Preis der Sparkasse Essen

Foto: Elke Brochhagen, Stadtbildstelle

Bei „Essens Beste“ trifft man auf junge Menschen, die andere begeistert haben. Solche, die durch ihre Erfolge, ihr Engagement und durch ihre Persönlichkeit aus der breiten Masse herausstechen. Ginge die Jury nach der Anzahl von Pokalen, Podest-Plätzen oder Siegerschleifen, könnte der Preisträger der Kategorie Sport schnell entschieden sein. Das Besondere bei „Essens Beste“ ist, dass auch hinter den Pokal, das Podest und die Siegerschleife geschaut wird. Welcher Sportler, welche Sportlerin hat eine herausragende Entwicklung genommen? Wer engagiert sich über den Sport hinaus oder wer setzt sich für etwas Besonderes ein? Für die Jury war es eine schwierige Entscheidung, denn alle Nominierten hatten im Jury-Gespräch beeindruckt. Die Wahl fiel schließlich auf Arifullah Jamal. Er kam vor fünf Jahren gemeinsam mit seinem jüngeren Bruder als Flüchtling nach Essen. Ausgezeichnet wir er für seine Leidenschaft und sein Können im Cricket, das er bereits als Kind in seinem Heimatland Afghanistan spielte. Da er auch in Deutschland Cricket spielen wollte, suchte er einen Cricket-Trainer und gründete den ersten Essener Cricket-Verein den „ESSENER INTERNATIONAL CRICKET CLUB“.

Sein Talent brachte ihn bis in die deutsche U19 Nationalmannschaft. Seine Liebe zum Cricket-Sport gibt er auch an Jüngere weiter und trainiert sie ehrenamtlich bei „Street T20 Kids“. Cricket, so hat er erzählt, erinnere ihn an seine Kindheit in Afghanistan, der Sport habe ihm geholfen, sich in Deutschland zuhause zu fühlen. Arifullah Jamal unterstützt noch immer ehrenamtlich die Arbeit von ProAsyl. Er möchte sein Abitur am Essener UNESCO-Gymnasium machen und anschließend studieren. Arifullah Jamal hat sich mit viel Engagement für seine Sache eingesetzt und sich mit eigener Kraft etwas aufgebaut und überzeugte die Jury mit seinem sozialen Engagement und seinem sportlichen Erfolg.

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